Klassischer Bob – Trendfrisur Frauen 2022

In den 20er-Jahren des letzten Jahrhunderts änderte sich die Frisurenmode bei Frauen entscheidend. Trugen bis dahin Frauen ihre Haare eher lang und hochgesteckt, so stellten die „goldenen Zwanziger“ eine Zeit des gesellschaftlichen Umbruchs dar. Auch im gesellschaftlichen Leben änderte sich danach allmählich das Frauenbild. Als Zeichen der Emanzipation und Gleichberechtigung wurden die Haare kürzer. Es wurde Zeit, sich von den alten Zöpfen zu trennen.

Als Trendfrisur setzte sich der Bob in den 1920er-Jahren in Deutschland durch. Bei der damals Bubikopf / Pagenkopf genannten Frisur trug man die Haare meist nur bis zum Ohrläppchen. Dazu einen geraden Pony.  Zur Verbreitung und Erfolg dieser Frisur trugen damals bekannte Schauspielerinnen bei. Eine Schauspielerin war Louise Brooks. Sie trug den kurzen Bob und machte ihn damit weltweit bekannt.

In den 50er und 60er-Jahren wurde der Bob etwas länger und reichte bereits bis zum Kiefer. Richtig populär wurde der Bob durch den Friseur Vidal Sassoon. Er stellte erstmals den klassischen Bob der Weltöffentlichkeit vor. Dabei wurden die Haare auf Kinnlänge geschnitten. Durch den präzisen Schnitt fielen die Haare nach jeder Bewegung wieder in ihre ursprüngliche Lage zurück. Als die Schauspielerin Nancy Kwan mit dieser Frisur weltweit in Modemagazinen abgebildet wurde und löste dies einen wahren Boom aus.

Mittlerweile kann der klassische Bob auf eine 100 Jahre andauernde (Erfolgs-) Geschichte zurückblicken und ist als Frisur nicht mehr wegzudenken. Unter immer neuen Namen und Längen werden Varianten des klassischen Bobs als Trendfrisur des Jahres gefeiert.

Klassischer Bob:

Beim klassischen Bob werden die Haare auf Kinnhöhe geschnitten. Die Frisur kann glatt oder gestuft getragen werden und wahlweise mit Pony (gerade, schräg) oder gleichlang, mit Scheitel.

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